Sauerstoff und Kohlendioxid - auf die Mischung kommts an

Hier geht es um Medikamente und Hausmittel die Linderung verschaffen, die richtige Inhalation und Anwendung dieser

Sauerstoff und Kohlendioxid - auf die Mischung kommts an

Beitragvon COPDheilen » Mo Apr 16, 2018 5:06 pm

Weniger ist mehr - gilt auch beim Atmen

Weniger Sauerstoff bedeutet mehr Kohlendioxid für die geschwächte COPD Lunge

Als ich in der Universitätsklinik Gießen nach meiner Diagnose COPD IV mit Emphysem zu ersten Mal hörte, dass ich falsch, beziehungsweise zuviel atme, dachte ich an einen schlechten Witz. Denn es waren nicht etwa Pneumologen, die mich darauf aufmerksam machten, sondern eine Mitpatientin. Noch heute bin ich ihr sehr dankbar für den Hinweis. Denn danach fing ich überhaupt an, mich mit dem System, das hinter meiner Atmung steckt, zu beschäftigen. Ich las und studierte unter anderem die wissenschaftlichen Forschungen des renommierten russischen Arztes Dr. Buteyko.


Er ist der Entdecker der Biochemie hinter der Atemsteuerung

Und entwickelte eine neue Atemmethode, die in Kanada, Australien, Neuseeland und in ganz
Osteuropa großen Zuspruch hat, und sogar von den Krankenkassen gefördert und übernommen wird. Bei uns in Deutschland stößt diese Atemmethodik bei Krankenkassen auf wenig Gegenliebe. Sie bringt ja kein Geld ein.

Selbstheilung durch die besondere Atemschulung

Mit der Diagnose COPD beobachtete ich mich selbst und stellte fest, dass ich mit offenem Mund ein- und ausatme.

Zu jener Zeit genügte der kleinste Stresspegel wie etwa das Treppensteigen, um mein Herz stärker schlagen und den Puls verrückt spielen zu lassen. Als ich gegensteuerte und noch schneller nach Atem rang, bewirkte ich genau das Gegenteil, ich glaubte zu ersticken und mein Körper fing zu hyperventilieren. Das dies eine Schutzfunktion meines Körpers ist, war mir damals noch nicht bewußt.

Durch übermäßig viel Atmen verlieren wir Kohlendioxid. Das bringt unsere Blutgase ins
Ungleichgewicht.


Für uns Menschen ist es schwer, sich auf den Gedanken einzulassen, dass weniger Sauerstoff mehr bringt. Normale Menschen im Ruhezustand machen 16 bis 20 Atemzüge pro Minute. Wer wie ich die tiefe Heilatmung über das Zwerchfell praktiziert, reduziert auf maximal 12 Atemzüge pro Minute. Ich atme zwar tief, aber hinunter in das Zwerchfell, dabei ist die Strecke, die die Atemluft zurücklegt über die längeren Bronchienwege viel größer.

Der Gas-Vermischungsraum verhält sich dabei anders. Ich atme nämlich eine größere Menge an Restluft ein, die relativ viel Kohlendioxid enthält.

Genau diese Menge an Kohlendioxid garantiert, dass die Zellen mit genügend Sauerstoff versorgt werden.

Fazit: Übermäßige Atmung führt dazu, dass zu wenig Kohlendixid im Blut ist, was zur Hyperventilation und zu einer Erhöhung des Blutdrucks führt.


So nimmt der Körper selbst die Kohlendioxidregulation vor
Mit Hilfe dieser Biochemie und der neuen Atemmethode benötigte ich keine Medikamente mehr.
Wie ich meinen Atem schulte, habe ich in meinem Ebook "Wie ich meine COPD heilte" ( im Download bei Amazon erhältlich )genau beschrieben.

Reiner Sauerstoff – überlebensnotwendig


Das Atemgas kann Leben retten, etwa bei der Versorgung von Patienten mit Schlaganfall, Schockzustand, Herz- oder Lungenversagen.

Wenn der Sauerstoff zur Neige geht, droht der Tod, das Gewebe beginnt abzusterben, die Zellen unseres Körpers sind auf die kontinuierliche Versorgung mit sauerstoffreichem Blut angewiesen. 100 Prozent des Atemgases können zuviel sein.

Forschungsergebnisse revolutionieren bisherigen Gold-Standard

Ronald Harper, Neurobiologe an der Universität in Los Angeles, Kalifornien, stellt
den jahrzehntelang gültigen „State of the Art“ in Frage und verweist auf seine Studien:

Danach kann Sauerstoff eine Minderversorgung des Gewebes hervorrufen und das Gehirn schädigen, bewirkt also das Gegenteil dessen, was erreicht werden https://www.welt.de/wissenschaft/article889026/Reiner-Sauerstoff-schadet-Herz-undHirn.html

"Eine geringe Menge an Kohlendioxid ( CO2 ) zugemischt, fünf Prozent könne dies jedoch verhindern", so Harper

Lange Zeit war Kohlendioxid in Vergessenheit geraten und galt als Abfallprodukt

Wissenschaftliche Forschungen haben gezeigt, dass Kohlendioxid ein sehr wichtiger Faktor ist, der die biologischen und physiologischen Prozesse beeinflusst. Lt. Viktor Kautner haben wir es mit einem Sauerstoffparadoxon zu tun. Wir atmen, damit Sauerstoff im Blut zu den Geweben gelangt, wo er für die Energiegewinnung unabdingbar ist. Aber nur jener Sauerstoff stellt für den Organismus einen Gewinn dar, der von den Geweben aufgenommen werden kann. Damit der Sauerstoff überhaupt in die Zellen gelangt,ist das Kohlendioxid in der Atemluft von entscheidender Bedeutung.

Bergluft als Heilmittel


In großen Höhen ist die Luft dünner und sauerstoffarm ( Hypoxie ). So kommt es, dass Menschen, die im Hochgebirge leben, nach und nach eine Reihe positiver Entwicklungen erleben. Sauerstoffreduktion erhöht die Widerstandsfähigkeit des Organismus, verbessert die Aufnahme und die Verwertung des Sauerstoffes. Dabei ist Kohlendioxid ein notwendiger Faktor.

Bei Bergbewohnern hat man in der Alveolarluft ( Gasgemisch in den Lungenbläschen ) einen geringeren Anteil an Sauerstoff aber einen höheren Anteil an Kohlendioxid gemessen.

Reiner Sauerstoff wird in der analytischen Medizin bei schweren Formen der COPD verordnet.

„Je länger desto besser“, ist das Prinzip der COPD-Sauerstofftherapie unter Schulmedizinern.

Gängige Praxis ist die Verordnung von mindestens 16, besser 24 Stunden.

Patienten sind stets mit dem Gerät verbunden, entweder fest, on demand oder mobil.

Nebenwirkungen müssen und werden von Patienten in Kauf genommen.

Lungenerkrankungen wie COPD sind weltweit auf dem Vormarsch


Auf dem gesamten Erdball sind derzeit 600 Millionen Menschen erkrankt. Renommierte Wissenschaftler gehen nach umfangreichen Studien immer mehr davon aus, dass die Hauptgefahr von der Umweltverschmutzung ausgeht.
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Re: Sauerstoff und Kohlendioxid - auf die Mischung kommts an

Beitragvon Macarmo » Di Apr 24, 2018 2:14 am

Ja liebe Heike, da hast du vollkommen recht: die Buteyko Methode stösst hierzulande auf Ablehnung. Ich habe verschiedene Ârzte dazu befragt, und alle sind der Meinung das es überhaupt nicht funktionieren kann. Angeblich ist die Sache auch nicht durch medizinischen Studien ausreichend untermauert. STimmt nicht. Es gibt eine ganze Menge Studien die die Erfolgsaussichten dieser Therapie bestätigen. Allerdings stammen diese zum grossen Teil aus Russland und Osteuropa und gelten hier als unseriös, und Kanadier und Australier sind sowieso nur Hinterwäldler. Aber unabhängig von der wissenschaftlichen Seite können die Erfolge nicht geleugnet werden. Zigtausende Menschen sind durch Buteyko "geheilt" worden, d.h. Die Beschwerden sind verschwunden. Mehr will man als Patient nicht.
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