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Neu hier

BeitragVerfasst: Fr Mai 03, 2019 8:26 am
von Andrian
Hallo zusammen!
Ich bin Andrian, komme aus Emden und ich bin neu hier. Seit 5 Jahren hat meine Frau COPD und bisher konnte sie sich damit nich abfinden. Sie ist sehr depressiv und findet, dass sie eine Last für mich und unsere Kinder ist. Wer hat sowas Ähnliches erlebet? Ich wäre sehr dankbar für eure Hilfe;)

Re: Neu hier

BeitragVerfasst: Fr Mai 03, 2019 10:03 am
von HeikeGaupp
Hallo Andrian ,
sei willkommen bei uns .
Mit Depressionen , denke ich , haben die Meisten am Anfang zu kämpfen gehabt . Es ist schwer diese Krankheit zu akzeptieren . Es ist auch blöd das man die Krankheit nicht sieht ( zu Anfang ) .
Man möchte immer noch genauso viel schaffen wie früher , aber das geht nicht mehr . Übertrage deiner Frau doch kleinere Aufgaben die sie bewältigen kann , wenn sie sie schafft freut sie sich und merkt das sie doch noch gebraucht wird .
Heike

Re: Neu hier

BeitragVerfasst: Fr Mai 03, 2019 4:00 pm
von hannomach
Hallo Andrian,
die Zusammenhänge zwischen COPD/Astma und Depressionen/Angst sind bekannt. Kurz gesagt wird zum Beispiel das Ereignis der Atemnot bei Belastung dahin gehend interpretiert, dass man sich in Zukunft weniger belastet (Angst hat sich zu belasten) und so von wichtigen DIngen das Lebens fernhält. Freunde besuchen, in ein Restaurant gehen, etc. sind eine anstrengende Sache und man kann nicht mehr anderen helfen, sondern benötigt selbst Hilfe. Es ist schwer damit umzugehen. Man denkt man ist nutzlos und zweifelt an sich selbst.
Eventuell können Ärzte "Stimmungsaufgheller" verschreiben oder ein Psychologe/Psychotherapeut weiss Rat?
Es ist in jedem Fall ein nicht zu unterschätzendes Problem.
Hat Deine Frau es denn geschafft mit dem rauchen aufzuhören?
Beste Grüsse,

Guido

Re: Neu hier

BeitragVerfasst: Sa Mai 04, 2019 7:36 pm
von Andrian
HeikeGaupp hat geschrieben:Hallo Andrian ,
sei willkommen bei uns .
Mit Depressionen , denke ich , haben die Meisten am Anfang zu kämpfen gehabt . Es ist schwer diese Krankheit zu akzeptieren . Es ist auch blöd das man die Krankheit nicht sieht ( zu Anfang ) .
Man möchte immer noch genauso viel schaffen wie früher , aber das geht nicht mehr . Übertrage deiner Frau doch kleinere Aufgaben die sie bewältigen kann , wenn sie sie schafft freut sie sich und merkt das sie doch noch gebraucht wird .
Heike

Guter Ratschlag! Danke dafür. Ja, gebraucht sein will sie immer.

Re: Neu hier

BeitragVerfasst: Sa Mai 04, 2019 7:41 pm
von Andrian
hannomach hat geschrieben:Hallo Andrian,
die Zusammenhänge zwischen COPD/Astma und Depressionen/Angst sind bekannt. Kurz gesagt wird zum Beispiel das Ereignis der Atemnot bei Belastung dahin gehend interpretiert, dass man sich in Zukunft weniger belastet (Angst hat sich zu belasten) und so von wichtigen DIngen das Lebens fernhält. Freunde besuchen, in ein Restaurant gehen, etc. sind eine anstrengende Sache und man kann nicht mehr anderen helfen, sondern benötigt selbst Hilfe. Es ist schwer damit umzugehen. Man denkt man ist nutzlos und zweifelt an sich selbst.
Eventuell können Ärzte "Stimmungsaufgheller" verschreiben oder ein Psychologe/Psychotherapeut weiss Rat?
Es ist in jedem Fall ein nicht zu unterschätzendes Problem.
Hat Deine Frau es denn geschafft mit dem rauchen aufzuhören?
Beste Grüsse,

Guido


Danke für die Antwort.
Ja, das Problem wird unterschätzt. Und meine Frau will ihre Depression verbergen und nicht aktzeptieren.
Sie raucht nicht mehr. Doch sie kaut Nikotinkaugummi.

Re: Neu hier

BeitragVerfasst: Sa Mai 04, 2019 8:54 pm
von hannomach
OK,
wenn sie sich das rauchen abgewöhnt hat ist das ja schon ein riesen Erfolg, also eigentlich ein Grund stolz und froh zu sein.
Ein Lungenarzt meinte neulich zu mir, dass Nikotin sowieso kein Problem ist. Kaugummis, Pflaster, Saugstummel - alles besser als Zigarretten!
Natürlich kann es sein dass ihr die Zigarretten jetzt dennoch fehlen. Leider haben die ja immer diese Fehlfunktion: "Zum Trost eine Zigarrette" oder "Das einzige was ich noch habe...". Bei mir hat es ca. ein 3/4 Jahr gedauert bis die Gewohnheit aus dem Kopf war. Das ist nicht zu unterschätzen.
Das mit dem verbergen von Problemen ist wohl irgendwie menschlich. Wenn ich mal Zahnschmerzen hatte bin ich sofort zum Zahnarzt gegangen. Andere hatten Angst vorm Zahnarzt und haben das hinausgeschoben. Wenn mal jemand Angst hat oder Depressionen oder schlecht Laune erzählt man das kaum jemandem. Ist bei mir auch so. Man denkt immer man muss da alleine rauskommen und stark sein und durchhalten ...
Meinen Vater konnte ich immer mit seiner Lieblingsmusik aufheitern, meine Mutter hat sich einfach so gefreut, wenn ich mich mit ihr unterhalten habe und meiner Freundin kann ich immer mal was nettes sagen, wenn sie was schönes gekocht hat.
Beste Grüsse,
Guido

Re: Neu hier

BeitragVerfasst: So Mai 05, 2019 7:36 pm
von Andrian
Hallo Guido,
sehr motivierend schreibst du!
"Zum Trost eine Zigarrette" - ist ja ein großes Problem, weil nach der erste die zweite und so weiter kommt (