hallo, ich bin neu hier im Forum

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Re: hallo, ich bin neu hier im Forum

Beitragvon Minea » So Sep 03, 2017 10:53 am

Liebe Heike,
ich drück dir gaaaanz doll die Daumen.Alles liebe
Rita :-)
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Re: hallo, ich bin neu hier im Forum

Beitragvon Costamaus » Mo Sep 04, 2017 12:06 pm

Hallo und lieben Dank für die Solidarität! Von allen Seiten (Arzt, Gehandicapte anderer Art etc.) wird geraten, dieses Pflege/nicht-Pfleg-System zu zermürben, indem man nicht aufgibt und ständig mit neuen Argumenten die Ablehnungen anficht. Meine clevere Kasse gibt die Entscheidungen an den Sozialen Dienst weiter und ist bei Telefonaten etc. echt verständnisvoll. Ich werde nicht aufgeben, bis ich im Pflegegrad 2 bin. Das ist eine Basis, auf der ich mindestens stehen möchte, wenn ich gesundheitlich und atemtechnisch gar nicht mehrdarum kämpfen kann. Meine Kasse hat auf den Einspruch schon reagiert. Ich soll anrufen und meine zur Verfügung stehenden Möglichkeiten abchecken. Erst jetzt wird mein Arzt überhaupt mal konsultiert. Der soziale Dienst wurde auch wieder eingeschaltet. Mit ganz viel Sarkasmus frage ich mich, ob ich den sterbenden Schwan hinlegen sollte, wenn da noch mal einer kommt.
Wie geht es Dir, hast Du was erreichen können? Gibts bald eine Reha?
Als meine Eltern vor Jahren pflegebedürftig wurden - da war die ganze Pflegeversicherung noch ziemlich neu - hat man auch schon alles mal grundsätzlich abgelehnt. Damals war es eine tolle Hilfe, dem VdK beizutreten. Kostet etwa 25 €/Jahr. Die sind so eine Lobby für kranke ältere Semester. Wenn die mich jetzt wieder ablehnen, probiere ich mal diese Schiene aus.
Viel Kraft weiterhin + beste Grüße
Costamaus
 
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Re: hallo, ich bin neu hier im Forum

Beitragvon HeikeGaupp » Mo Sep 04, 2017 12:32 pm

Hallo Costamaus ,
nur ganz kurz . Mein Pflegedienst und ich sind jetzt in den Widerspruch gegangen , da ein ganzer Punkt beim Antrag auf Pflegestufe nicht berücksichtigt wurde . Mir wurden nur 10.0 Punkte berechnet , bis zur Pflegestufe braucht man 12.5 . Der nicht berücksichtigte Punkt beinhaltet 3 Punkte ...ja und die brauche ich zu meinen 10.0
Also weiter hoffen und bangen .
Heike :?
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Re: hallo, ich bin neu hier im Forum

Beitragvon hannomach » Mi Sep 06, 2017 8:12 pm

Hallo Ihr Beiden!
Also helfen kann ich Euch auch nicht, kann nur erzählen, wie das bei meinem Vater ausgesehen hat.
Zunächst ist eine Kranken- oder Gesundheitskasse nunmehr auch eine Pflegekasse im wesentlichen eine Versicherung.
Die Versicherung kassiert Beiträge und gibt das Geld aus für 1.)sich selbst 2.)die Versicherten. (vereinfacht gesprochen.)
Nun kann man feststellen, dass man Dinge nicht mehr selbst erledigen kann und eine Pflegerin nehmen, die möglicherweise von der Krankenkasse bezahlt wird.
Dazu muss man aber erstmal die Anträge ordentlich einreichen. (was man ja in der Schule nicht gelernt hat.)
Das guckt sich dann ein Krankenkassenmitarbeiter an, der den Beruf gelernt hat und noch auf Fortbildungen gegangen ist etc. p.p. ...
Dann kommt eine Mitarbeiterin der Krankenkasse (Medizinischer Dienst der Krankenkasse = MdK) und schaut sich den zu Pflegenden an.
Sie erstellt ein Gutachten, KEIN UNABHÄNGIGES GUTACHTEN! sondern ein Gutachten! (wes Brot ich ess...)
Wenn man nun diesem Gutachten widerspricht geht es weiter an eine Schlichtungsstelle (der Krankenkasse!). (wes Brot ich ess...)
Nun kann man sich eine unabhängige Gutachterin suchen, fragt sich nur wer die bezahlt und man kann vor Gericht gehen und klagen, fragt sich bloss wie lange das Verfahren sich zieht...
Nun aber genug von meiner Seite, das alles ist nur meine Meinung und ich kann und darf nichts rechtsverbindliches sagen, viel Spass mit den Anträgen,

Guido
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Re: hallo, ich bin neu hier im Forum

Beitragvon Costamaus » Do Sep 07, 2017 9:14 am

Lieber Guido,
danke für die offenen Worte, genau diesen Eindruck habe ich mittlerweile gewonnen.
Aber ich verfüge, der Krankheit sei Dank, über etwas, das ich dem System gegenüber stellen werde: über viel Zeit.
Das kostet die andere Seite den Einsatz bezahlter Arbeitskräfte.
Es sind so viele Menschen COPD-betroffen, vielleicht kann man sich dafür eine Lobby schaffen. Unser Pech ist, dass wir äußerlich nicht spektakulär sind. Es fehlen z.B. keine Gliedmaßen. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass man, sobald man sich noch irgendwie eigenständig fortbewegen kann, nicht pflegebedürftig ist. Auch wenn man dazu Ewigkeiten braucht, um von A nach B zu gelangen.
Trotzdem sollten wir nicht verzagen, sondern mal per brainstorming unsere bescheidenen Möglichkeiten zusammentragen.
Ich checke gerade mal beim VdK nach, der relativ kostengünstig eine Hilfe sein könnte. Vor vielen Jahren haben die dort dafür gesorgt, dass meine mehrfach abgelehnten Eltern dann doch in Pflegestufen kamen. Meine Mutter wurde auf Intervention des VdK damals sofort in Pflegestufe 2 eingestuft. Ich weiss nicht, wie heute agiert wird.
Mein Eindruck: ähnlich wie früher bei Demenz-Kranken ist die COPD einfach nicht anerkannt. Man muss diese erst einmal generell erreichen. Mit der Akzeptanz, dass eine wesentliche Behinderung vorliegt, kann man dann evtl. finanzielle Hilfe gewinnen.
Es stimmt schon, dass es sich um Versicherungen handelt, die gewinn-orientiert sind. Aber dabei handelt es sich eben um einen zweiseitigen Vertrag, der vor vielen Jahren in gesunder und finanziell ergiebiger Zeit geschlossen wurde. Bis jetzt wurde von mir dorthin nur einbezahlt. Jetzt fordere ich die mir vertraglich zustehende Leistung. Ich würde ein Vermögen geben, wenn das nicht notwendig wäre. Aber das ist faktisch nicht machbar.
Vielleicht kommen von allen Seiten aus dem Forum noch Vorschläge, wie man ergebnis-orientiert hier voran kommt.
Man könnte vielleicht mal bei Zeitungen nachfragen, ob Interesse an ignorierten und abgewiesenen Kranken besteht. Oder Radio? Medien?
Noch habe ich Kraft, vielleicht lässt sich was erreichen. Ich schreibe ein diesbezügliches Prtokoll, was ich bei Erfolg hier veröffentlichen würde - aber ich weiss, dass vor mir da noch ein langer Weg liegt.
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