Neuvorstellung

Wie lebt es sich mit Copd und vor allem wie lebt es sich besser. Sport, Sexualität, Hobbies und der normale Alltag

Neuvorstellung

Beitragvon klaus1947 » Do Sep 07, 2017 6:39 pm

Hallo,
mein Name ist Klaus, bin 70 Jahre alt und leide an Copd.
Wissen tue ich das erst seit Januar, wo ich wegen einer schweren Grippe in ein Krankenhaus musste und da stellte sich das dann heraus.
Mein Hausarzt ging sehr locker damit um und mir war das alles fremd.
Mir ging es aber gar nicht gut und bestand auf eine Überweisung zu einem Lungenfacharzt, der mir dann, nach dem Funktionstest, ein Mittel
zum inhalieren verschrieb. Seit dem habe ich panische Angst und Atemnot.
Durch Zufall fand ich nun dieses Forum und hoffe nun, mit eurer Hilfe, etwas über diese Krankheit zu erfahren.
Das sollte nun mal ein erster Schritt sein, möglicherweise ging es einigen von Euch ähnlich und zu was ratet ihr mir, um nicht unter zu gehen !
Entschuldigt bitte, aber ich brauchte einfach einmal einen Ort, wo ich mit dem Thema nicht allein bin !

Gruss
Klaus
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Re: Neuvorstellung

Beitragvon hannomach » Do Sep 07, 2017 11:46 pm

Hallo Klaus,
also wenn Du einen Lungenfunktionstest gemacht hast interessieren wir uns auch für Deine GOLD-Stufe und den FEV1% Wert.
Das ein Arzt/Lungenarzt Mittel zum inhalieren verschreibt ist ganz normal, bei copd.
Nun fragt man sich, hast Du Atemnot und dadurch Angst? Oder Angst vor der Zukunft mit Atemnot?
Also nimm Deine Medikamente wie verordnet, halte Dich in Bewegung und rauche nicht. Bischen gesunde Ernährung, was sagt denn der Arzt? :D
Beste Grüsse,
Guido
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Re: Neuvorstellung

Beitragvon klaus1947 » Fr Sep 08, 2017 4:21 pm

Hallo Guido,
vielen Dank für Deine Antwort!
Also, zum Lungenfunktionstest habe ich überhaupt kein Ergebnis und wenn ich ehrlich bin, wollte ich es damals auch
gar nicht wissen. Meine Gold-Stufe und den FEV1% Wert kenne ich nicht und weiß auch nicht was das bedeutet.
Damals bekam mein Hausarzt den Bericht und dieser sagte nur: schwere Copd.
Das alles hat meine Psyche der maßen belastet, dass sicher beides möglich ist: Angst vor der Zukunft, sowie Angst vor
dem ersticken. Übrigens: Den nächsten Lungenarzt-Termin habe ich erst wieder im Jan. 18, was ich persönlich furchtbar
finde. Ein 1/2 Jahr dazwischen, sind einfach zu lang. Man kämpft und hofft jeden Tag.Ich beobachte jeden Atemzug und
dann wieder die Frage: Ist es schlimmer geworden?
Ich weiß, es ist sicher nicht einfach hier meinen Beitrag zu lesen, denn auch Ihr habt diese Krankheit und nicht nur ich.
Mein Problem: Ich sollte die Krankheit annehmen, aber wie nur ???
Am Donnerstag mein 1. Versuch dieses zu tun. Ich habe eine Lungen-Sportgruppe gefunden.
Noch etwas: geraucht habe ich natürlich auch, wie wohl die meisten, aber sofort damit aufgehört, und es ging
komischer weise, ohne Probleme! Ich hoffe so sehr, dass es mir hilft!
Viele Grüße an alle hier im Forum
besonders an Dich, Guido
klaus1947
 
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Beitragvon HeikeGaupp » Sa Sep 09, 2017 12:27 pm

Hallo Klaus ,
deine Worte lassen einen nachdenklich werden . Akzeptiere Deine Krankheit , sie ist jetzt ein Teil von Dir...aber gib ihr nie die Oberhand . Dazu gehört auch , dass Du über Deine Krankheit bescheid weißt : über den Schweregrad/Gold Stufe , über die Einsekundenkapazität/FEV1 . Sprich mit Deinem Arzt über die psychischen Probleme , denn Stress brauchst Du jetzt überhaupt nicht . Wie ist es Dir in der Lungen-Sportgruppe ergangen ? Du kannst auch zu hause Atemtraining durchführen .
Heike :|
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Re: Neuvorstellung

Beitragvon klaus1947 » Sa Sep 09, 2017 4:09 pm

Hallo Heike,
Danke für Deine Ratschläge.
Du hast absolut Recht, aber es ist verdammt schwer!
Die Sportgruppe besuche ich erst am kommenden Donnerstag,( es waren Ferien ), ich werde dann berichten.
Bis dann
Klaus
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Re: Neuvorstellung

Beitragvon HeikeGaupp » Mo Sep 11, 2017 3:08 pm

Hallo Klaus ,
so wie Du jetzt denkst stand ich auch am Anfang da . Meine Gedanken waren aber noch ganz andere : warum erwischt mich das gerade ; warum soll ich überhaupt noch leben ; was wird mir die Zukunft bringen usw. ? Ich habe mich wie eine Gefangene in meinem eigenen Körper gefühlt . Ich will damit sagen , dass ich auch lange gebraucht habe meine Krankheit zu akzeptieren . Heut gelingt mir das schon sehr gut . Ich setze mir täglich kleinere Ziele , die ich erreichen möchte und wenn ich sie geschafft habe freue ich mich und es spornt mich auch gleichzeitig wieder neu an .
Nur nicht unterkriegen lassen ! ;)
Heike
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Re: Neuvorstellung

Beitragvon klaus1947 » Mo Sep 11, 2017 4:44 pm

Danke Heike :)
Deine Worte tun mir gut und machen mir auch etwas Mut.
Vielen Dank
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Re: Neuvorstellung

Beitragvon HeikeGaupp » Di Sep 12, 2017 9:19 am

Gern geschehen , Klaus . Wir sind doch einander da um uns Mut zu machen -- ein Gesunder weiß nicht wie wir , Betroffenen , täglich kämpfen .
Heike ;)
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